Neuregelung der Maklercourtage

Neuregelung der Maklercourtage

Die neuen BGB-Vorschriften zur Maklerprovision beim Immobilienkauf gelten seit dem 23.12.2020. Sie regeln die Verteilung der Maklercourtage.     

Diese Neuregelung gilt nicht für:

  • unbebaute Grundstücke
  • Mehrfamilienhäuser,
  • Immobilienkäufe von Unternehmen
  • Gewerbeobjekte

Hier wird auch weiterhin die Maklerprovision frei vereinbart.

Betroffen sind Kaufverträge von Einfamilienhäusern (dazu zählen auch Einfamilienhäuser mit Einliegerwohnung) und Eigentumswohnungen, wenn es sich bei den Käufern um Verbraucher handelt. Das gilt auch in dem Fall, in dem die Immobilie vermietet ist.

Was ist anders?

Bisher war die Maklerprovision bei Immobilienverkäufen frei vereinbar, was in der Regel dazu führte, dass der Käufer die Courtage Rechnung erhielt. Nun gibt es je nach Ausgangssituation vier Varianten für die Verteilung der Kosten.

Doppel­provision: 

Der Verkäufer schließt mit dem Makler einen Maklervertrag und vereinbart darin, dass der Makler auch für einen potentiellen Käufer tätig werden kann. Verkäufer und Makler zahlen die Provision zu gleichen Teilen. Kommt es zum Kauf­vertrag, erhalten Verkäufer und Käufer eine Rechnung, die nach Erfüllung des Maklervertrages durch den Makler sofort fällig wird.

Einseitiger Auftrag mit Provisions­teilung: 

Der Verkäufer schließt einen Maklervertrag, wobei der Makler nur die Interessen des Verkäufers vertreten soll. Der Verkäufer kann maximal 50% der Courtage an den Käufer weitergeben. Der Käufer muss erst zahlen, nachdem der Verkäufer seine eigene Zahlung nachgewiesen hat.

Einseitige Auftrag ohne Provisions­teilung:

Der Verkäufer schließt mit dem Makler einen Vertrag, indem der Makler nur die Interessen des Verkäufers  vertreten soll. In diesem Fall zahlt nur der Verkäufer

Einseitiger Auftrag durch den Käufer 

Ein Interessent beauftragt einen Makler mit der Suche nach einem passenden Objekt. Verschafft der Makler ihm ein entsprechendes Kaufobjekt, zahlt nur der Käufer eine Provision. Voraus­setzung ist, dass dem Makler das Objekt nicht bereits vor Erhalt der Such­anfrage im Angebot hatte.

Courtageregelung bei der Vermietung von Wohnraum

Seit dem 1.6.2015 gilt hier das Bestellerprinzip. Wer dem Makler beauftragt, der bezahlt Ihn auch. In der Regel ist dass der Vermieter. Anders ist es, wenn Mietinteressenten den Makler mit der Suche nach einer geeigneten Wohnung beauftragen. In diesem Fall zahlt der Mieter als Auftraggeber die Maklerprovision.

Noch Fragen? – Sehr gerne!

Für weitere Fragen zu diesem Thema steht Ihnen WZ-Immobilien – Ihr Immobilienmakler in Iserlohn, Hemer, Menden, Hagen, Unna und im Märkischen Kreis – gerne zur Verfügung!

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